Die Hochschule als Wirkungsstätte – Broschüre gegen die geplanten Studiengebühren gegen Nicht-EU-Studierende


2010 wurden die Studienge­bühren in NRW auf Grund der Proteste der Studieren­denschaft nach weniger als einer Legislaturperiode wie­der abgeschafft. Die neue Landesregierung plant nun, Studiengebühren für Nicht­-EU­-Bürger*innen in Höhe von 1500 € pro Semester einzuführen.

Angesichts dessen haben wir zusammen mit zahlreichen anderen hochschulpolitischen Akteuren eine Broschüre gegen diesen Versuch, die Studierendenschaft zu spalten und rechte Argumentationsmuster salonfähig zu machen, entwickelt.

Die Broschüre findet Ihr hier zum Download, gedruckte Exemplare könnt Ihr per Mail an uns bestellen. Sie eignen sich zum Beispiel hervorragend für Ersti-Tüten.

Wir fordern freie Bildung für alle! Für Hochschulen, die Wirkungsstätten für Frieden Demokratie und Nachhaltigkeit sind, statt Lernfabriken!

Korrektiv oder Avantgarde – Studentisches Engagement in polarisierenden Zeiten

Hochschulpolitisches Seminar
LASS-Demo-Bild
In NRW trugen die langjährigen Kämpfe der Studierendenschaft nach der Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung im Jahr 2010 Früchte: Die Studiengebühren wurden abgeschafft und mehr Studienplätze geschaf­fen, die Arbeitsbedingungen der Kolleg*innen vorsichtig verbessert; landesweit wurden Zivilklauseln eingeführt und die Hochschulen ein Stück demokratischer, insbesondere bekamen die Studierenden durch die neuen Studienbeiräte erheblich mehr Mitsprache bei der Gestaltung der Studiengänge.
Nun hat die neue schwarz-gelbe Landesregierung angekündigt, Studiengebühren für nicht-EU-Ausländer*innen einzuführen, die landesweite „Zivilklausel-Pflicht“ aufzuheben und den Hochschulen mehr „Freiheit“ bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter*innen zu geben.
Angesichts dessen wollen wir klären:

  • Wo stehen wir? Gilt es jetzt, die Errungenschaften der vergangenen Jahre abzusichern oder ist das Ablassen von Schwarz-Gelb von den noch im Wahlkampf angekündigten allgemeinen Studiengebühren nicht vielmehr Ermutigung zu neuer Offensivität.
  • Was kommt im Plan, national-egoistische Studiengebühren für nicht-EU-Aus­län­der*innen einzuführen, zum Ausdruck und wie wollen wir dagegen vorgehen?
  • Wie kommen wir bei der Weiterentwicklung der Studiengänge voran? Worauf kommt es dabei an und wie können wir neben Protesten auch die Möglichkeiten der neu eingeführten Studienbeiräte dafür nutzen?

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Yippie Yippie Yeah, Krawall und Remmidemmi???

Zu einem reziproken Verhältnis von Protestpraktiken und Polizeipräsenz


Fr., 2.6., 17 Uhr
Taranta Babu, Humboldtstr.44, 44137 Dortmund

Am 2.Juni 1967 kam es bei einer Großdemonstration in Berlin zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstrant*innen und Polizist*innen und der Berliner Student Benno Ohnesorg wurde aus kurzer Distanz durch einen Schuss in den Hinterkopf von einem Polizisten getötet.

Anlässlich des 50. Jahrestages dieser Ereignisse, wollen wir uns auf einer Veranstaltung gemeinsam mit dem Thema Polizei und Staatsgewalt im Kontext von Demonstrationen auseinandersetzen und dieses aus verschiedenen Perspektiven diskutieren.
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Lernfabriken-meutern-Demo gegen Unterfinanzierung

Sa., 6.5., 12 Uhr
DGB-Haus Düsseldorf
(Friedrich-Ebert-Str. 34, 5 Fußminuten vom Hbf.)

„Die Bedingungen, unter denen Bildung stattfindet, sind katastrophal: völlig undemokratische Strukturen; Leistungsdruck durch Turboabitur, Notenwahn und Regelstudienzeit; soziale Ausgrenzung durch Gebühren und mangelnde Förderungsmöglichkeiten; wachsender Einfluss von Unternehmen; Unterfinanzierung vom Personal bis zur Gebäudeinstandhaltung; überarbeitete Lehrende; zu große Klassen und Kurse. Dies alles führt nicht nur zu miserablen Lehr- und Lernbedingungen, es macht Menschen krank. Daher ist es auch kein Geheimnis mehr: Das derzeitige Bildungs- und Wissenschaftssystem ist gescheitert. Es wird den Ansprüchen, die seit der Aufklärung erhoben werden, nicht ansatzweise gerecht.
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Fachtagung Friedenspolitik: Konfliktlösung statt Krieg

Do., 16.2. bis Fr., 17.2. inklusive Übernachtung
Jugendherberge Duisburg-Sportpark

Unter dem Eindruck der aktuellen, vielschichtigen Krisen und Konflikte sowie der technologischen und politischen Entwicklungen und nicht zuletzt der US-Präsidentschaftswahl 2016 möchten wir zusammen Konfliktursachen sowie Konfliktlösungsoptionen diskutieren, hinterfragen und neu denken.

Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Raum, die mit Politiker*innen, Journalist*nnen, Pädagog*innen, Gewerkschafter*innen und Friedensforscher*innen in Fachvorträgen und -workshops sowie Diskussionen erörtert werden:

  • Benötigt Deutschland eine neue Entspannungspolitik?
  • Welche akzeptierte Rolle nimmt das Völkerrecht und die UN ein?
  • Welche Kriegsgefahr bis hin zum Cyberkrieg geht von den technischen Entwicklungen aus?
  • Wie kann man sich dem realpolitischen Spannungsfeld der Rüstungsproduktion und dem Rüstungsexport im Kontext der Rüstungskonversion und Arbeitsplatzsicherung nähern?

Unter anderem mit dabei sind:

  • Andreas Zumach, Journalist und Korrespondent der taz
  • Paul Schäfer, Die Linke
  • Prof. Dr. Hajo Schmidt, Friedensforscher
  • Michael Müller, SPD
  • Prof. Dr. Herbert Wulf, Studie der Hans-Böckler-Stiftung „Perspektiven der wehrtechnischen Industrie in Deutschland“

Tagungswebseite mit Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung