Archiv für Oktober 2012

„Hiwis neigen zur Selbstausbeutung“

Paula Wiesemann von der Tarif-INI NRW berichtet im Interview mit der SZ, warum die Arbeit als studentische Hilfskraft einerseits einen gewissenReiz hat, andrerseits aber auch Selbstausbeutung nahe legt.

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„Unterrichtsausfall – verkürzte Lehrerausbildung bringt Schulen in Nöte“

Die WAZ berichtet über die verheerenden Folgen der Verkürzung des Referendariates nicht nur für die künftigen Referendare, sondern auch für die Schulen. Im Interview Marcel Groth vom LASS.
Nicht nur, dass mit der Reform der LehrerInnen-Ausbildung nicht nur das aus anderen Studiengängen bekannte Bachelor-Master-Desaster auch dem Lehramt übergestülpt wird; vielmehr wird die eigentlich sinnvolle Einführung eines Praxissemesters zum Sparen auf dem Rücken künftiger LehrerInnen missbraucht. Besonders absurd ist, dass die Studierenden, die in den nächsten 5 Jahren ins Referendariat einsteigen, die noch nach den alten Ordnungen, das heißt ohne Praxissemester, studiert haben, dennoch ins verkürzte Referendariat geschickt werden, wo sie bereits nach wenigen Wochen eigenverantwortlich unterrichten müssen.

Daran wird deutlich: Solange ideologisch an der eh nicht umsetzbaren Schuldenbremse festgehalten wird, ist nichts Vernünftiges zu erwarten.

Siehe auch: Unterschriftensammlung von LASS und junger GEW für ein Moratorium der Reform der LahrerInnenausbildung

Zum Semesterstart: „Werdet Weltbürger statt Bologna-Sklaven!“

„Die traurige Devise lautet: Arbeit pro Stunde statt Erkenntnisse pro Vorlesung. Einem wird erklärt, wie man im Super-Mario-Stil durch verschiedene Level namens Module zu hüpfen hat und pling-pling einen Punkt nach dem anderen einsammeln soll.“
Ruben Karschnick kritisiert auf ZeitOnline die „employability“-Ausrichtung des Bachelor-Studiums scharf, macht sich stark für mehr „Studienabbrecher, Langzeitstudenten und Fachwechsler“ und empfiehlt latent liberal-antiautoritär eine „eine Jetzt-erst-recht-Haltung“.
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Bundeswehr: Weiterhin eine Gewissensfrage

Eine Fahrt nach Dresden und Berlin speziell für Jugendliche ab 14 Jahren bietet das IBB Dortmund vom 17 bis 19. November 2012 an. Im militärhistorischen Museum in Dresden und im Anti-Kriegsmuseum in Berlin geht es um das Thema „Krieg und Frieden – die Bundeswehr: Weiterhin eine Gewissensfrage“. Nach der Abschaffung der Wehrpflicht stellt sich die Frage: „Wehrpflicht oder Zivildienst?“ nicht mehr zwangsläufig. Die Bundeswehr hat jedoch ihren Werbeetat von 9 auf 20 Millionen Euro jährlich erhöht und wirbt zunehmend auch direkt in Schulen um Nachwuchskräfte. (mehr…)

Öffentliche Armut vs. privater Reichtum

Plakat: Jetzt umverteilen - Vermögen besteuern! Studentenbude in Saarbrücken versus Luxus-Penthouse-Wohnung in Salzgitter