Archiv der Kategorie 'Lehrer*innenbildung'

Theories and Practices of Critical Pedagogy Today

International Conference: Saturday 15.11.2014, 9.30 to 17.30, Universität zu Köln, Humanwiss. Fakultät, Hörsaal 2

The relation between pedagogy and society has been a core question of educational debates for a long time. Today, neoliberal ideology seeks to deny the critical politcal dimension of Bildung. On our conference „Theories and Practices of Critical Pedagogy Today“, we will discuss contemporary approaches to Critical Pedagogy and try to answer the diffucult question: How can pedagogy unfold its emancipatory potentials?

Panels:
9.30­-10.00 Introduction
10.00­-11.20 Critical Pedagogy Today
11.30-­12.50 Pedagogy and Politics
14.30-­15.50 Constructivist Approaches
16.00-­17.20 Pedagogy and Difference

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Protestaktion: Wem gehören die Hochschulen?

  • Protestaktion
    anlässlich der Expertenbefragung zum Hochschulzukunftsgesetz
    Mi., 18.6., 12 Uhr, Wiese vor dem Landtag NRW
  • anschließend:
    Gemeinsamer Besuch der öffentlichen Sachverständigenanhörung um 14 Uhr

Der tradierte Konflikt darum, in wessen Dienst die Hochschulen stehen, hat sich in den letzten zehn Jahren zugespitzt: Unter dem damaligen FDP-„Innovationsminister“ Pinkwart wurden 2006 in NRW Studiengebühren und 2007 das „Hochschulfreiheitsgesetz“ eingeführt, mit dem die Hochschulen weitgehend entdemokratisiert wurden und der Wirtschaft zunehmender Einfluss auf die Hochschulen gewährt wurde. Mit der Umstellung auf die Bachelor-Master-Studiengänge wurde die Ausrichtung auf die reine Employability weiter forciert. Zeit für kritische Reflexion und neugieriges Lernen traten in den Hintergrund, während ein schnelles Studieren für berufliche Verwertbarkeit immer mehr Bedeutung gewann. Dies blieb nicht unwidersprochen: Auf Grund von Protesten konnten die Studiengebühren nicht einmal eine Legislaturperiode lang aufrecht erhalten werden, spätestens seit dem Bildungsstreik 2009 gibt es allenthalben zumindest kleine Korrekturen an den Studiengängen, mit der Zivilklauselbewegung wird der Anspruch erhoben, dass die Hochschulen zur friedlichen und zivilen Entwicklung der Welt beitragen sollen.
Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung einen Entwurf für eine Überarbeitung des Hochschulgesetzes („Hochschulzukunftsgesetz“) vorgelegt.
Der Entwurf greift zwar neu entwickelte Ansprüche, etwa die Forderung nach einer Zivilklausel auf. Er bleibt an entscheidenden Punkten aber aus „Rücksichtnahme“ auf das Gepolter von Wirtschaftsverbänden und Hochschulleitungen hinter den Möglichkeiten und Erfordernissen zurück: Es gibt z.B. keine Masterplatzgarantie, zusätzliche Zwangsexmatrikulationen, die undemokratischen Top-Down-Management-Strukturen werden nicht abgeschafft, der Inhalt drittmittelfinanzierter Forschungsprojekte an öffentlichen Hochschulen soll nur offengelegt werden, wenn die Geldgeber zustimmen – und wie weitgehend die Verbesserung der prekären Beschäftigungsverhältnisse an den Hochschulen sein wird, ist noch völlig unklar.
Dagegen wollen wir nachlegen für ein Hochschulgesetz, das konsequent die Voraussetzungen für eine soziale, demokratische und zivile Entwicklung der Hchschulen im Interesse der Allgemeinheit schafft.

Veranstalter: DGB-Jugend NRW
Aufruf als PDF

GEW-Studis NRW positionieren sich zur Hochschulgesetznovellierung: Für eine wirkliche Abkehr von der „unternehmerischen Hochschule“

Gestern hat die Landesregierung den Entwurf für das neue Hochschulzukunftsgesetz beschlossen.

„In der öffentlichen Debatte um den Ende letztes Jahres vorgelegten Entwurf hat sich der tradierte Konflikt darum, in wessen Dienst die Hochschulen stehen sollen, zugespitzt“, erläutert Anna Vaskova (SprecherInnenteam LASS NRW, Studentin an der TU Dortmund). „Unter dem damaligen FDP-„Innovationsminister“ Pinkwart wurden ab 2006 in NRW Studiengebühren, das von Bertelsmann entworfene „Hochschulfreiheitsgesetz“ sowie Bachelor-Master-Studiengänge eingeführt. Das waren die drei entscheidenden Maßnahmen zur ‚unternehmerischen‘ Ausrichtung der Hochschulen auf die Verwertungsinteressen lobbymächtiger Wirtschaftszweige.“
Dies blieb nicht unwidersprochen, ergänzt Sarah Gieseker (LASS NRW, Promotionsstudentin an der Uni Bochum): „Angesichts unserer Proteste konnten die Studiengebühren nicht einmal eine Legislaturperiode lang aufrecht erhalten werden, spätestens seit dem Bildungsstreik 2009 gibt es allenthalben zumindest kleine Korrekturen an den Studiengängen. Aber wir führen nicht nur Abwehrkämpfe: Als Teil der Zivilklauselbewegung setzen wir uns dafür ein, dass die Hochschulen zur Zivilisierung der Welt und eine Verbesserung der Lebensbedingungen aller beitragen.“
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Unterschriftensammlung gegen Zumutungen im Referendariat

Die junge GEW NRW hat eine Unterschriftensammlung ins Leben gerufen gegen

  1. Erschwerte Bedingungen zur Erlangung eines Beschäftigungsverhältnisses direkt
    im Anschluss an den Vorbereitungsdienst. (Erzwungene Arbeitslosigkeit)
  2. Unterschiedlich lange Ausbildungszeiten, abhängig vom Start der Ausbildung im Mai
    oder im November eines Jahres. (Willkürlich bestimmte Ausbildungsdauer)
  3. Erhöhung der Arbeitszeit in der Lehrerausbildung ohne finanziellen Ausgleich bzw.
    Erhöhung der Anwärterbezüge. (Sinkende Bezüge)
  4. Mehrbelastung durch die Reform des LABGs. (Steigender Prüfungsdruck)

Listen zum Unterschriftensammeln gibt es hier.

„Unterrichtsausfall – verkürzte Lehrerausbildung bringt Schulen in Nöte“

Die WAZ berichtet über die verheerenden Folgen der Verkürzung des Referendariates nicht nur für die künftigen Referendare, sondern auch für die Schulen. Im Interview Marcel Groth vom LASS.
Nicht nur, dass mit der Reform der LehrerInnen-Ausbildung nicht nur das aus anderen Studiengängen bekannte Bachelor-Master-Desaster auch dem Lehramt übergestülpt wird; vielmehr wird die eigentlich sinnvolle Einführung eines Praxissemesters zum Sparen auf dem Rücken künftiger LehrerInnen missbraucht. Besonders absurd ist, dass die Studierenden, die in den nächsten 5 Jahren ins Referendariat einsteigen, die noch nach den alten Ordnungen, das heißt ohne Praxissemester, studiert haben, dennoch ins verkürzte Referendariat geschickt werden, wo sie bereits nach wenigen Wochen eigenverantwortlich unterrichten müssen.

Daran wird deutlich: Solange ideologisch an der eh nicht umsetzbaren Schuldenbremse festgehalten wird, ist nichts Vernünftiges zu erwarten.

Siehe auch: Unterschriftensammlung von LASS und junger GEW für ein Moratorium der Reform der LahrerInnenausbildung