Archiv der Kategorie 'TarifINI NRW'

SHK-Räte-Schulung

Fr., 17.3., 12-16 Uhr
DGB-Haus Düsseldorf

Teilnahmebeitrag: 10 € für Gewerkschaftsmitglieder, 15 € für nicht-Mitglieder

Endlich gibt es auch eine Vertretung für die studentischen Hilfskräfte an den Hochschulen und Universitäten in NRW. An einigen Standorten sind die Vertretungen frisch gewählt, an anderen konnten sie sich schon einarbeiten.
Die GEW NRW möchte die wichtige Arbeit der SHK Vertreter*innen bestmöglich unterstützen und bietet daher eine Schulung zum Thema Arbeitsrecht für studentische Beschäftigte sowie Rechte und Pflichten als SHK Rat an.

Als Referent*innen stehen an diesem Tag zur Verfügung:
Antonia Kühn (DGB NRW, Arbeitsbereich Hochschule, Wissenschaft und Forschung)
Detlef Berntzen (Universität Münster, Wissenschaftlicher Personalrat)
Berthold Paschert (GEW NRW, Arbeitsbereich Hochschulpolitik)

Zur besseren Vorbereitung bitten wir um Anmeldung bis zum 11.03.2017 unter julia.loehr@gew-nrw.de.

Treffen der GEW-Studis NRW: Wem gehören die Hochschulen?

Samstag, 29.11.
ab 10 Uhr: Kaffee
10.30 Uhr: Beginn
etwa 14 Uhr: Ende

Essener Gewerkschaftshaus, Teichstraße 4 (direkt am Essener Hauptbahnhof).

Unser Treffen ist offen für alle Interessierten. Für Verpflegung ist gesorgt.

Programm

In deinem Seminar herrscht Anwesenheitspflicht?
Das dürfte seit der Änderung des Hochschulgesetzes diesen Sommer eigentlich nicht mehr sein. Außerdem müssen sich alle Hochschulen eine Zivilklausel geben und die Studis haben künftig mehr Mitspracherechte bei der Gestaltung der Studiengänge. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie wir vor Ort aktiv werden können.
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GEW-Studis NRW positionieren sich zur Hochschulgesetznovellierung: Für eine wirkliche Abkehr von der „unternehmerischen Hochschule“

Gestern hat die Landesregierung den Entwurf für das neue Hochschulzukunftsgesetz beschlossen.

„In der öffentlichen Debatte um den Ende letztes Jahres vorgelegten Entwurf hat sich der tradierte Konflikt darum, in wessen Dienst die Hochschulen stehen sollen, zugespitzt“, erläutert Anna Vaskova (SprecherInnenteam LASS NRW, Studentin an der TU Dortmund). „Unter dem damaligen FDP-„Innovationsminister“ Pinkwart wurden ab 2006 in NRW Studiengebühren, das von Bertelsmann entworfene „Hochschulfreiheitsgesetz“ sowie Bachelor-Master-Studiengänge eingeführt. Das waren die drei entscheidenden Maßnahmen zur ‚unternehmerischen‘ Ausrichtung der Hochschulen auf die Verwertungsinteressen lobbymächtiger Wirtschaftszweige.“
Dies blieb nicht unwidersprochen, ergänzt Sarah Gieseker (LASS NRW, Promotionsstudentin an der Uni Bochum): „Angesichts unserer Proteste konnten die Studiengebühren nicht einmal eine Legislaturperiode lang aufrecht erhalten werden, spätestens seit dem Bildungsstreik 2009 gibt es allenthalben zumindest kleine Korrekturen an den Studiengängen. Aber wir führen nicht nur Abwehrkämpfe: Als Teil der Zivilklauselbewegung setzen wir uns dafür ein, dass die Hochschulen zur Zivilisierung der Welt und eine Verbesserung der Lebensbedingungen aller beitragen.“
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Anforderungen an ein neues Hochschulgesetz für NRW

Aus dem Beschluss des GEW NRW-Gewerkschaftstages vom 11.-13.4.2013 in Wuppertal:

1. Dienstherr bzw. Arbeitgeber aller Hochschulbeschäftigten sollen nicht die jeweiligen Hoch­schulen, sondern das Land NRW sein. Anstelle des Hochschulrates wird ein Hochschulbeirat eingerichtet, der nicht mehr entscheidende, sondern nur noch beratende Kompetenzen erhält. Die bisherigen Entscheidungskompetenzen des Hochschulrats sind auf das Ministerium und den Senat zu übertragen. Der Hochschulbeirat wird vom Senat gewählt.

2. Die demokratische Selbstverwaltung der Hochschulen ist grundlegend zu erneuern. Dazu gehört, dass der Senat mit mehr Kompetenzen und mit transparenten demokratischen Strukturen ausgestattet wird; soweit rechtlich möglich, soll viertelparitätisch abgestimmt werden. Für alle anderen Ebenen (Fachbereiche, wissenschaftliche Einrichtungen, Lehreinheiten und sonstige faktische Kooperationen von Einrichtungen) gilt für die Gremien mit Entscheidungskompetenzen entsprechendes. Es ist sicherzustellen, dass die Inhalte von Beratungen und Entscheidungen in den Hochschulgremien (Hochschulrat, Senat, Präsidium, Fachbereichskonferenz, Fachbereichsräte) hochschulintern veröffentlicht werden.

3. In das Hochschulgesetz ist eine Zivilklausel aufzunehmen, die die Hochschulen dazu verpflichtet, ihre Aufgaben im Sinne einer friedlichen und zivilen Entwicklung der Gesellschaft und zum Zwecke der Völkerverständigung und der Humanisierung der Lebensverhältnisse weltweit zu erfüllen. Ebenso sollen die Hochschulen gesellschaftlich verantwortliches Handeln ihrer Mitglieder sowie die kritische Reflexion der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozesse fördern. An allen Hochschulen sind Gremien zu schaffen, die diesen Entwicklungsauftrag stetig voran bringen.

4. Die Drittmittelorientierung ist zu beenden. Insbesondere sind Drittmittel nicht mehr als Erfolgskriterien heran zu ziehen. Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist so auszubauen, dass die Hochschulen nicht auf weitere Finanzierungsquellen angewiesen sind. Drittmittelprojekte jeglicher Art sind absolut transparent zu gestalten und müssen der Genehmigung durch Gremien der akademischen Selbstverwaltung unterliegen.
(…)

6. Die Personalkategorie Wissenschaftliche Hilfs­kräfte, und zwar sowohl mit Master-Abschluss (WHK) als auch mit Bachelor-Abschluss (WHB) ist abzuschaffen; das heißt, Paragraph 46 des bisherigen Hoch­schulgesetzes ist zu streichen. An Stelle der Hilfskräfte ohne Studienabschluss (SHK) ist eine neue Personalkategorie Studentische Beschäftigte mit Tarifierung im TV-L und personal­rechtlicher Vertretung einzuführen.

Den gesamten Beschluss mit einer Reihe weiterer relevanter Forderungen zur rechtlichen Stellung der Beschäftigten an den Hochschulen und zum Kodex „Gute Arbeit“ gibt es hier als PDF.

TarifINI-Postkarten

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